Wie das Validierungsökosystem TestSphere sein Potenzial durch die Standardisierung und Optimierung von Testprozessen entfaltet

Vor dem Hintergrund dieser Anforderungen haben Experten von ASAP über mehrere Jahre hinweg das End-to-End-Validierungssystem TestSphere entwickelt. Dieses System standardisiert und optimiert Testprozesse und integriert dabei kontinuierlich das Expertenwissen der HCLTech-Spezialisten. TestSphere nutzt Keyword Driven Testing (KDT) auf Basis der Norm ISO 29119 und umfasst ein generisches Framework für die effiziente Entwicklung eines SiL-Testsystems.
Modularisierung und Wiederverwendung bestehender Bausteine
Die SiL-Architektur von TestSphere zeichnet sich durch ihre Modularität und Skalierbarkeit aus, die für effiziente Validierungsprozesse essenziell sind. Die Architektur basiert auf bestehenden Bausteinen, die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit gewährleisten. Dieser Ansatz ermöglicht eine nahtlose Integration sowie eine schnelle Anpassung an unterschiedliche Testszenarien und steigert damit die Gesamteffizienz des Validierungsökosystems.
Der SIMcore ist die zentrale Komponente des SiL-Systems von TestSphere und verantwortlich für die Umgebungssimulation. Er integriert verschiedene Simulationswerkzeuge wie CarMaker, CARLA und weitere. Die Auswahl der im SIMcore eingesetzten Tools richtet sich nach den spezifischen Anforderungen der jeweiligen Softwarekomponente. Durch die Fähigkeit, unterschiedliche Simulationswerkzeuge zu integrieren, stellt der SIMcore eine vielseitige und leistungsstarke Komponente der SiL-Architektur dar.
Der Interface Provider übernimmt eine entscheidende Rolle bei der Trennung des SIMcore von der virtuellen elektronischen Steuereinheit (vECU). Diese Trennung ermöglicht den nahtlosen Austausch einzelner Komponenten oder der gesamten Umgebungssimulation, ohne Änderungen an der vECU vornehmen zu müssen. Der Interface Provider stellt sicher, dass die Simulationsumgebung einfach angepasst oder aktualisiert werden kann, ohne die vECU zu beeinflussen, was die Flexibilität und Effizienz des Testprozesses erheblich steigert.
Die vECU enthält die zu testende Softwarekomponente. Abhängig vom Testfall und Testziel können vECUs der Level 1 bis 4 integriert werden. Die erforderliche Fahrzeugbussimulation ist im Interface Provider integriert und variiert je nach vECU-Level:
- Level 1 erfordert keine Bussimulation.
- Level 2 und höher erfordern eine teilweise Bussimulation zur Validierung der Inter-ECU-Kommunikation.
Dieser hierarchische Ansatz stellt sicher, dass je nach Komplexität und Anforderungen des Testfalls das passende Simulationsniveau eingesetzt wird. Die Fähigkeit der vECU, unterschiedliche Komplexitätsstufen abzubilden, macht sie zu einer vielseitigen und zentralen Komponente der SiL-Architektur.
Das Test Framework fungiert als Schnittstelle zwischen dem Prüfstand und der Testfallimplementierung. Es stellt sicher, dass Testfälle auf dem SiL-Testbench ausgeführt und ausgewertet werden können, und ermöglicht das Reporting an TestSphere. Das Test Framework ist für das Management von Testroutinen verantwortlich, stellt einen einheitlichen Editor zum Erstellen und Aktualisieren von Testfällen bereit und automatisiert den Prozess der Testimplementierung.
Durch die klare Definition von Schnittstellen zwischen den Komponenten sowie der Kommunikations-Middleware innerhalb des SiL-Basisframeworks ist eine schnelle Anpassung an beliebige Testobjekte und Umgebungssimulationen möglich. Die Fähigkeit des Test Frameworks, den Testprozess zu steuern und zu automatisieren, ist ein zentraler Bestandteil der modularen SiL-Architektur von TestSphere. Die modularen und skalierbaren SiL-Systeme von TestSphere steigern die Effizienz des Validierungsprozesses signifikant und tragen zu einer verkürzten Time-to-Market bei.
TestSphere von ASAP und HCLTech ist ein Beispiel dafür, wie innovative Lösungen die Transformation der Automobilindustrie vorantreiben und das volle Potenzial des Validierungsökosystems freisetzen können.